In Zusammenarbeit mit biopresent.de präsentiert Schimmelcam.de die Schimmelinfos.

Basics
1. Weder Pflanze noch Tier
2. Der ewige Kreis
3. Schimmelpilze beobachten und erkennen
4. Dem Verderben keine Chance
5. Gefahr aus dem Pilz
6. Biotechnologie - Jahrtausende alt
7. Mikroorganismen gegen Mikroorganismen
8. Der Pilz als Parasit
9. Literatur


4. Dem Verderben keine Chance

Haltbarmachung von Lebensmitteln

Wassermangel schützt vor Pilzbefall

Pilze unterscheiden nicht zwischen Natur und Kühlschrank. Schädlinge sind sie nur aus der Sicht des Menschen. Doch gibt es wirksame Methoden, das Pilzwachstum zu unterbinden. Die Schimmelcam zeigt, dass nicht alle Lebensmittel gleich stark von Schimmelpilzen befallen werden. Dort, wo es feucht ist und genügend Nährstoffe vorhanden sind, gedeihen Schimmelpilze am besten. Ein in Milch eingeweichtes Müsli bietet zum Beispiel vielen farbenfrohen Schimmelarten einen attraktiven Nährboden. Wurst und andere eiweißhaltige Lebensmittel sondern beim Zersetzungsprozess einen fauligen Geruch ab. Dieser ist meist das Resultat von Bakterien, die – oft unter einem Schimmelpilzrasen – ihr Unwesen treiben und beim Menschen zum Teil schwere Lebensmittelvergiftungen verursachen können.

Manche andere Lebensmittel hingegen vertrocknen, bevor sich Pilze ansiedeln können. Äpfel und anderes Obst lassen sich auf diese Weise haltbar machen. Denn Pilze wachsen nur im Feuchten. Zur Haltbarmachung von Lebensmitteln sind daher unter anderem Prozesse geeignet, die den Lebensmitteln das für Pilze verfügbare Wasser entziehen (Salzen, Zuckern, Trocknen, Kühlen und Gefrieren). Traditionell hergestellte Marmelade enthält daher immer über 50 Prozent Zucker. Andere Verfahren wie Sterilisieren, Bestrahlen oder die Anwendung von chemischen Konservierungsmitten töten Mikroorganismen ab oder hemmen ihr Wachstum. Der Ausschluss von Luft durch Vakuumverpackungen hindert Mikroorganismen am Wachstum, die Sauerstoff brauchen, so auch Schimmelpilze.

Auf Brot können diverse Schimmelarten wachsen, von denen einige gefährliche Mykotoxine ausscheiden. Also, weg damit oder ab unter die Schimmelcam. Um Schimmelbildung vorzubeugen, sollten frische Lebensmittel baldmöglichst verzehrt werden. Brot kann sich zwar – trocken gelagert – bis zu einer Woche halten, doch an der Luft wird es hart und im Kühlschrank verliert es seine knusprige Kruste. Frisches Brot eignet sich gut zum Einfrieren. Frisch geschnittenes und eingefrorenes Brot kann man in Einzelscheiben im Toaster schnell wieder auftauen.

© Philipp Rabus / biopresent.de

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